Angst
Ein periodisches Brummen holt mich aus dem Schlaf…
es ertönt plötzlich Musik, mein Handy klingelt, eine SMS, noch eine und noch eine. Nachdem ich meine Gedanken und meinen Körper sortiert und zumindest ansatzweise mobilisiert habe stehe ich auf, sehe nach.
S. hat mir geschrieben, Ich lese ihre Angst, ihre Unsicherheit, es berührt mich nicht sonderlich.
Ich antworte ihr, streue Salz auf die Wunden. Das Telefon klingelt erneut, ich erkenne ihre Nummer auf dem Display, gehe genervt ran, würge das Telefonat so kurz wie möglich ab, kann es danach aber doch nicht lassen ihr noch eine SMS zu schreiben, sie ruft wieder an, wieder bin ich genervt, spüre gleichzeitig wie sehr Ich sie verunsichert habe.
Gerade ist wieder Ruhe, ich kann mich trotzdem nicht daran erfreuen, frage mich, warum ich so gehandelt habe, habe gleichzeitig Angst zu lange drüber nachzudenken.
Ich fürchte mich vor der Antwort, traue mich nicht weiter über mich nach zu denken.
An manchen Tagen will ich einfach nur allein sein, mit mir, meiner Musik, will keinen anderen Menschen hören oder sehen.
Nicht weil ich die Ruhe geniessen will… Nein… Sondern weil mich die Anwesenheit anderer Lebewesen in meiner Nähe stört, geradezu bedrängt.
Ich will dann nur noch raus, weg, ganz ohne andere Menschen, mehr Luft zum atmen haben.
Ich schalte das Telefon aus, lege mich wieder ins Bett.
Was eine halbherzige Flucht
